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Montag, 6. April, 20 Uhr, Blackbox, Albrechtstrasse 1 (im UG), Winterthur THE CORPORATION (CAN 2003, 144 min) Im Film werden die Kapitalgesellschaften als reale Personen betrachtet. Die Firmen werden nach den DSM-IV-Richtlinien zum psychischen Zustand einer Person untersucht. Das Resultat: Alle Kriterien für schwerste psychische Störungen treffen auf Kapitalgesellschaften zu. Robert D. Hare, Psychologieprofessor an der University of British Columbia und FBI-Berater, schließt daraus, dass ein profitgeleiteter Konzern klinisch einem Psychopathen gleichzusetzen ist. Andere Themen sind z.B.: Smedley Butler und der 1933 versuchte Coup gegen Franklin D. Roosevelt; die Privatisierung der städtischen Wasserversorgung Boliviens durch die Bechtel Corporation im Jahr 2000 und die daraus resultierenden Proteste in Cochabamba. Der Film enthält außerdem Interviews mit prominenten Kapitalismuskritikern wie Noam Chomsky, Naomi Klein, Michael Moore, Vandana Shiva und Howard Zinn einerseits, andererseits aber auch Meinungen von bekannten CEOs wie Ray Anderson, die Standpunkte von Peter Drucker und Milton Friedman und anderen Befürwortern der freien Marktwirtschaft wie dem Fraser Institute. Weiterhin wird Dr. Samuel Epstein zur Firma Monsanto interviewt, die das Wachstumshormon Posilac vertrieb, um die Milchproduktion zu erhöhen. Montag, 4. Mai, 20 Uhr, Blackbox, Albrechtstrasse 1 (im UG), Winterthur LAND UNTER STROM - Staudämme: Millionengewinne auf Kosten von Mensch und Natur (D 2006, 78 min) Gegenwärtig gibt es weltweit über 45.000 große Staudämme. Gerade in den sog. Entwicklungsländern gelten sie weiterhin als Motor für wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei sind die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen gravierend. I n Mittelamerika sind zahlreiche Staudämme geplant und in Konstruktion. Auch dort zählen Abholzung von Regenwäldern, Vernichtung der Artenvielfalt, Überflutung von Gemeinden und Maya-Ruinen zu den "Begleiterscheinungen" der profitablen Bauwerke. Die ansässige Bevölkerung ist gegen die Konstruktion der Dämme - im Falle des Widerstands droht ihnen gewaltsame Vertreibung und Mord. Die produzierte Energie und das Stauwasser dienen primär den Niedriglohnfabriken (Maquiladoras), den Monokulturen, dem Tourismussektor sowie dem Energieexport. Dagegen ist ein Drittel der mittelamerikanischen Haushalte immer noch ohne Stromanschluss. Hinter den kostspieligen Staudämmen stehen Profit- und Machtinteressen von Regierungen und Staudammindustrie. Auch deutsche Konzerne sind an den Wasserkraftwerken beteiligt - und haben selbst mit blutigen Diktaturen zusammengearbeitet. Vier Beispiele aus Honduras, Guatemala und Mexiko (Babilonia, El Tigre, Chixoy, Usumacinta) dokumentieren die zahlreichen Folgen von der Planung bis zur Inbetriebnahme von Staudämmen. Gleichzeitig zeigen sie den Widerstand der Menschen gegen Enteignung, Naturzerstörung und staatliche Gesetzesbrüche. Das Filmteam Dorit Siemers und Heiko Thiele (Zwischenzeit e.V.) reiste 5 Monate durch Südmexiko und Mittelamerika, um existierende und geplante "Entwicklungsprojekte" des Plan Puebla-Panamá (PPP) zu dokumentieren. Der PPP - ein neoliberales Großvorhaben mit ineinander verzahnten Wirtschaftsbereichen - wird trotz negativer Auswirkungen auf Mensch und Natur von den Regierungen weiter vorangetrieben. Das Filmteam begleitete Organisationen und Betroffene, die Widerstand gegen Fremdbestimmung und Ausverkauf der Ressourcen leisten. Zudem interviewten sie PolitikerInnen und Unternehmer. Ein wichtiger Aspekt ist die Beteiligung deutscher Unternehmen, Banken und KonsumentInnen. Montag, 1. Juni, 20 Uhr, Blackbox, Albrechtstrasse 1 (im UG), Winterthur
BERNER BEBEN (CH 1990, 110 min)
Die Geschichte der autonomen Berner Jugendbewegung in den Jahren 1980 bis 1990 Mit dokumentarischem Bild-und Tonmaterial aus verschiedensten Quellen schildert BERNER BEBEN die Geschichte der Berner Jugend-und Alternativbewegung in den Jahren 1980 bis 1990 und lässt in kurzen Interviews um die 50 Aktivistinnen und Aktivisten zu Wort kommen. Der Film wurde am 1. August 1990 im Kino in der Reitschule uraufgeführt. Ausser bei der NZZ ("Nicht sehenswert ... wirre, ungefügige ‹Chronologie› … dilettantisch.") stiess er bei der Presse auf freundliches Echo.
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